Newsletter Nr. 1/2017 vom 02.02.2017

Liebe Leserinnen und Leser,
das Jahr 2017 verspricht Spannung: Bei iGOBSIS-live hat die Arbeitsphase begonnen. Nahezu alle teilnehmenden Praxen und Kliniken haben ihre Zugänge zur Dokumentationsanwendung iGOBSIS erhalten und können nun sämtliche Fälle ihrer Patientinnen und Patienten nach Gewalterleben mit iGOBSIS professionell, rechtssicher und schnell dokumentieren. Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben diese Möglichkeit bereits genutzt.
Unser zweiter Newsletter informiert Sie über kommende Veranstaltungen und Texte zum Themenschwerpunkt.
Mit den besten Wünschen aus Düsseldorf,
Ihr iGOBSIS-live-Team

Fachtagung: Folteropfer sehen – Versorgungspfade bahnen

Folteropfer sehen – Versorgungspfade bahnen. Flüchtlinge sind vielfach auch Folteropfer, in zahlreichen Herkunftsländern ist Folter immer noch gängige Praxis. Die Fachtagung findet statt in Kooperation mit dem Institut für Rechtmedizin der Uniklinik Düsseldorf mit Direktorin Prof. Dr. Stefanie Ritz-Timme, dem Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge Düsseldorf, geleitet von Eva van Keuk, sowie dem Zentrum für Psychotraumatologie Krefeld mit dessen Chefarzt Prof. Dr. Robert Bering.

Wir laden alle ärztlich und therapeutisch Tätigen, die an der Diagnostik und Therapie von Folteropfern beteiligt sind herzlich ein! Angesprochen sind Hausärzte, spezialisierte Zentren und alle weiteren Berufsgruppen (z.B. Anwälte, Flüchtlingsberatungsstellen), für die Begutachtung und Therapie von Folteropfern relevant ist.

Wann:  10. März 2017, 12:00 – 18:30 Uhr, 11. März 2017,  9:00 – 15:00 Uhr

Wo:  Hörsaal der MNR-Klinik, Gebäude 13.55, Universitätsklinikum Düsseldorf, Moorenstr. 5, 40225 Düsseldorf

Nähere Informationen zur Fachtagung und zur Anmeldung finden Sie unter: http://www.uniklinik-duesseldorf.de/folteropfer-sehen

Symposium: Interdisziplinäre Aspekte der Gewaltopferuntersuchung

Auf Anregung unser Projekteilnehmenden Ärztinnen und Ärzte führen wir das Symposium „Interdisziplinäre Aspekte der Gewaltopferuntersuchung“ durch. Über die Dokumentationsanwendung iGOBSIS hinaus möchten wir Ihnen Grundlagen zur Untersuchung von Gewaltopfern, u.a. zu Befunddokumentation und Spurensicherung nahebringen. Neben diesen beiden Punkten spielen noch weitere Aspekte eine zentrale Rolle, wie z.B.: Was muss ich eigentlich allgemein beachten, wenn ich ein Gewaltopfer betreue? Was ist mit meiner Schweigepflicht, gibt es eine Meldepflicht?

Wann:  29. März 2017, 14:30 Uhr bis 17:00 Uhr

Wo:  Hörsaal des Institutes für Rechtsmedizin, Universitätsklinikum Düsseldorf, Gebäude 14.84, Moorenstr.5, 40225 Düsseldorf

Hierzu sind alle Projektteilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich eingeladen. Anmeldungen sind bis zum 01. März 2017 möglich per E-Mail an: info@gobsis.de oder per Fax an: 0211 81 19366. Die Anmeldungen werden nach Eingang berücksichtigt, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Fortbildungspunkte sind bei der Ärztekammer Nordrhein beantragt.

Erfolgreicher Messeauftritt auf der Medica 2016

Vom 14. -17. November 2016 fand in Düsseldorf die Messe Medica statt. iGOBSIS-live zeigte sich auch mit einer Projektvorstellung und einem Messestand vor Ort. Viele Messebesucherinnen und -besucher zeigten großes Interesse an der iGOBSIS-Dokumentationsanwendung und an dem Projekt iGOBSIS-live. Das iGOBSIS-live-Team hatte interessante Gespräche und konnte an den vier Messetagen viele neue Kontakte knüpfen und bestehende Netzwerke ausbauen.

2. Aufruf: Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Fokusgruppeninterviews gesucht

Welche Unterstützung benötigen Ärztinnen und Ärzte für eine bedarfsgerechte Gewaltopferversorgung in Klinik und Praxis? Diese Frage soll im Rahmen des Projektes iGOBSIS-live in Fokusgruppeninterviews beleuchtet werden. Die Fokusgruppeninterviews werden in Zusammenarbeit mit Frau Dr. Gerling von GER-ON Consult & Research UG (haftungsbeschränkt) durchgeführt. Fr. Dr. Gerling sucht hierfür noch dringend Interviewteilnehmerinnen und -teilnehmer. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Frau Dr. Vera Gerling: info@ger-on.de.

Hinweis Neuauflage: Zeitbild MEDICAL „Gewalt gegen Frauen“

Der Zeitbild Verlag hat gemeinsam mit der Zeitbild Stiftung und dem Bundesfamilienministerin das Zeitbild MEDICAL „Gewalt gegen Frauen“ entwickelt, das aktuell in einer überarbeiteten und erweiterten Neuauflage in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch, Russisch und Türkisch erschienen ist.
Die Ärztemappe „Gewalt gegen Frauen: erkennen und helfen“ und das begleitende Patientinnenmagazin „Gewalt gegen Frauen: Sprechen Sie darüber!“ informieren über Ursachen und Formen von Gewalt gegen Frauen, bieten Anregungen zur Diagnostik, zeigen Interventionsmöglichkeiten auf und ermutigen betroffene Frauen, Unterstützungsangebote in Anspruch zu nehmen. Ein Schwerpunkt der Neuausgabe ist zudem das Thema Beratung und Hilfe für geflüchtete Frauen.
Die Ärztemappe mit Patientenmagazinen in den Sprachen Deutsch, Arabisch, Englisch, Russisch und Türkisch können kostenlos und portofrei bestellt werden unter: http://gesundheit-und-gewalt.de/kostenfreie-bestellung